Im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Nordsachsen, gefördert durch das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ wurden durch den den Begleitausschuss insgesamt 100.000 Euro an Projektträger vergeben.
Für Mikroprojekte bis 1.000 Euro Fördersumme ist eine Antragstellung noch möglich (nähere Informationen unter www.mnim.de/aktionsfonds), hier haben auch Projektgruppen, Bündnisse oder Schulklassen die Möglichkeit Projektmittel zu erhalten.
Ende Juni erhielten folgende Projekte eine Zuwendung aus Mitteln des Lokalen Aktionsplan Nordsachsen: Das NDK Wurzen e.V. wird im letzten Quartal 2011 ein Qualifizierungsmodul zu bedarfsgerechter Projektkonzeption, Finanzierung und Projektmanagement anbieten. Das modulare Bildungsprojekt soll helfen, die Qualität in der Projektentwicklung und Antragsstellung im Lokalen Aktionsplan und anderen Förderprogrammen zu fördern und wird um Grundlagen der Projektfinanzierung, des Fundraising und der Projektsteuerung ergänzt. Die Module finden als vier Ganztagsveranstaltungen in verschiedenen Orten des Landkreises Nordsachsen statt.
Die AGJF e.V. möchte mit dem Projekt „Landkreisgeschichten / Demokratiecaching“ eine Auseinandersetzung mit der demokratischen Geschichte vor Ort, aber auch mit Orten von Diktatur und Menschenverachtung anregen und plant dafür die Erstellung einer Geocaching-Tour im Landkreis. Auf diese Weise wird Geschichte spannend angeeignet und erlebbar gemacht und eine Stärkung der demokratisch-zivilgesellschaftlichen und sozialräumlichen Identifikation im Landkreis Nordsachsen erreicht. Ausgegangen wird dabei von der Stadt und Region Torgau, der Umfang und die Tour können zukünftig darüber hinaus erweitert werden.
Das Projekt TRI***KO des Diakonischen Werkes Delitzsch/Eilenburg e.V. möchte Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren mit den Problemlagen ansprechen, die sich rechtsextreme Gruppierungen zu Nutze machen. Denn Kinder und Jugendliche sind in ihrem Selbstfindungsprozess auf der Suche nach Anschluss und Vorbildern. Als Problemlagen können fehlendes Selbstvertrauen, verschobenes Selbst- und Fremdbild sowie fehlende Verantwortungsübernahme lang- und kurzfristig dazu führen, dass Probleme mit körperlicher oder verbaler Gewalt gelöst werden, anstatt sich mit seinem Gegenüber und oft auch mit sich selbst auseinanderzusetzen. Inhaltlich soll das Projekt alternative Kommunikations-, Handlungs- und Problemlösungsstrategien vermitteln und zu verbesserter sozialer Kompetenz, größerer Konfliktfähigkeit und mehr Frustrationstoleranz verhelfen.
Eine Übersicht aller geförderten Projekte 2011 finden Sie hier